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Ratgeber

Welches Wasser für den Luftbefeuchter?

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Was in den Tank des Luftbefeuchters kommt, beeinflusst Kalk, Beläge, weißen Staub und die Lebensdauer des Geräts. Diese Seite erklärt, welches Wasser für welche Bauart geeignet ist, was Wasserhärte bedeutet, wann destilliertes Wasser sinnvoll ist und welche Zusätze Sie vermeiden sollten. Maßgeblich ist immer die Bedienungsanleitung Ihres Geräts, denn einige Hersteller schreiben eine bestimmte Wasserart vor.

Wasserhärte kurz erklärt

Leitungswasser enthält gelöste Mineralien, vor allem Calcium und Magnesium. Je mehr davon, desto härter ist das Wasser. In Deutschland wird die Härte oft in Grad deutscher Härte (°dH) angegeben und in die Bereiche weich, mittel und hart eingeteilt. Ihr Wasserversorger nennt die Härte für Ihre Adresse, meist auf seiner Webseite.

Beim Verdunsten bleiben die Mineralien zurück und bilden Kalk. Wie stark ein Luftbefeuchter verkalkt, hängt deshalb von der Wasserhärte und der Bauart ab.

Welches Wasser für welche Bauart

Die Funktionsweise der Bauarten erklärt der Beitrag Luftbefeuchter: Ultraschall oder Verdunster?.

Ultraschallgeräte und weißer Staub

Ein Ultraschallbefeuchter erzeugt mit einer schwingenden Membran feinen Nebel. Dieser Nebel enthält alles, was im Wasser gelöst ist. Verdunstet der Nebel in der Luft, bleiben die Mineralien als feiner weißer Staub zurück, der sich auf Möbeln, Bildschirmen und Böden absetzt.

Je härter das Wasser, desto mehr Staub. Abhilfe schaffen entmineralisiertes oder destilliertes Wasser, Entkalkungskartuschen, falls der Hersteller sie anbietet, oder eine Mischung mit weicherem Wasser. Wer das dauerhaft vermeiden will, wählt einen Verdunster.

Hinweis:Entmineralisiertes Wasser aus dem Handel ist zum Befeuchten gedacht. Wasser aus Klimageräten, Kondenstrocknern oder Regentonnen ist nicht sauber genug und gehört nicht in den Tank.

Destilliertes oder entmineralisiertes Wasser

Destilliertes Wasser wird durch Verdampfen und Kondensieren gewonnen, entmineralisiertes Wasser durch Ionenaustausch oder Umkehrosmose. Für Luftbefeuchter sind beide geeignet, wenn der Hersteller sie erlaubt. Sie verhindern Kalk und weißen Staub weitgehend.

Der Nachteil sind Kosten und Aufwand, denn ein Befeuchter verbraucht je nach Größe mehrere Liter am Tag. Für Verdunster und Luftwäscher ist entmineralisiertes Wasser deshalb meist unnötig, hier reicht Leitungswasser und regelmäßiges Entkalken.

Abgekochtes oder gefiltertes Wasser

Abkochen entfernt einen Teil des Kalks, aber nicht alle gelösten Mineralien. Für Ultraschallgeräte ist der Effekt begrenzt. Tischwasserfilter reduzieren die Härte je nach Kartusche, die Wirkung lässt mit der Zeit nach.

Wichtiger als jede Wasserart ist frisches Wasser. Füllen Sie täglich frisch auf, statt Reste nachzufüllen. Wie Sie das Gerät dabei sauber halten, steht im Beitrag Luftbefeuchter reinigen und entkalken.

Zusätze: was in den Tank darf und was nicht

Zum Thema Duftöle lesen Sie den Beitrag Luftbefeuchter oder Aroma-Diffuser. Wenn sich trotz allem Beläge zeigen, hilft der Beitrag Schimmel oder Belag im Luftbefeuchter.

  • Ätherische Öle: nur in ein eigenes Duftfach, nie in den Wassertank ohne Freigabe
  • Salz oder Meersalz: nicht in Haushaltsbefeuchter, es kann Teile angreifen und wird bei Ultraschall mit vernebelt
  • Haushaltsreiniger, Chlor, Desinfektionsmittel: nicht in den Tank
  • Hygienemittel des Herstellers: nur nach Anleitung und nur für das jeweilige Gerät

Praktische Routine für den Alltag

Ein einfacher Ablauf verhindert die meisten Probleme. Leeren Sie morgens den Tank, spülen Sie ihn kurz aus und füllen Sie frisches Wasser ein. Bei einem Ultraschallgerät nehmen Sie dafür entmineralisiertes Wasser, wenn Ihr Leitungswasser hart ist. Bei einem Verdunster reicht Leitungswasser.

Einmal pro Woche reinigen Sie Tank und Wanne gründlich, bei sichtbarem Kalk entkalken Sie mit Zitronensäure oder Essigessenz nach Herstellerangabe. Matten und Kartuschen tauschen Sie nach den Intervallen der Anleitung. Wer diese Routine einhält, hat weder mit Kalkkrusten noch mit Gerüchen zu kämpfen, und das Gerät arbeitet über viele Jahre zuverlässig.

Ein Tipp für sehr hartes Wasser: Notieren Sie, wann Sie zuletzt entkalkt haben. So erkennen Sie, wie schnell sich Kalk in Ihrem Gerät bildet, und können das Intervall anpassen. Ein Blick auf die Härteangabe Ihres Wasserversorgers hilft bei der Einschätzung.

Geräte mit wenig Kalkproblemen

Wer hartes Wasser hat und keine Lust auf destilliertes Wasser, wählt am besten einen Verdunster oder Luftwäscher. Kombigeräte, die befeuchten und reinigen, arbeiten meist nach dem Verdunsterprinzip. Eine Auswahl bietet der Ratgeber Luftreiniger mit Luftbefeuchter.

Kombigeräte mit Verdunstung ansehen →

Häufige Fragen

Kann ich normales Leitungswasser verwenden? Bei Verdunstern und Luftwäschern meist ja. Bei Ultraschallgeräten führt hartes Wasser zu weißem Staub, viele Hersteller empfehlen dann entmineralisiertes Wasser.

Ist destilliertes Wasser schädlich für das Gerät? In der Regel nicht, sofern der Hersteller es erlaubt. Prüfen Sie die Bedienungsanleitung.

Darf Salzwasser in den Luftbefeuchter? Nein, nicht in Haushaltsgeräte. Salz greift Teile an und wird von Ultraschallgeräten mit in die Raumluft vernebelt.

Was Sie dafür brauchen