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Vergleich

Raumentfeuchter mit Granulat oder elektrisch?

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Granulatboxen kosten wenig, brauchen keinen Strom und machen keinen Lärm. Das klingt nach einer bequemen Lösung gegen feuchte Luft. Doch die Leistung liegt in einer ganz anderen Größenordnung als bei einem elektrischen Luftentfeuchter. Diese Seite ist für alle, die zwischen beiden Lösungen schwanken. Sie lesen, wie Granulat funktioniert, welche Wassermengen realistisch sind, in welchen Räumen eine Box genügt und ab wann nur ein Gerät mit Kompressor oder Adsorptionstechnik die Feuchte spürbar senkt.

So funktioniert ein Raumentfeuchter mit Granulat

In den meisten Boxen steckt Calciumchlorid als Granulat oder Tablette. Der Stoff ist stark hygroskopisch, er zieht also Wasserdampf aus der Luft an und löst sich dabei langsam in einer Salzlösung auf. Diese Lauge tropft in einen Auffangbehälter. Ist das Granulat verbraucht, setzen Sie einen Nachfüllbeutel ein. Wie das sauber klappt, beschreibt die Anleitung zum Granulat nachfüllen.

Die Box arbeitet passiv. Es gibt keinen Ventilator, der Luft durchsaugt. Das Granulat erreicht nur die Luft, die zufällig vorbeizieht. Deshalb ist die Wirkung in kleinen, geschlossenen Räumen am besten und in großen oder gut durchlüfteten Räumen kaum messbar.

Hinweis:Die entstehende Salzlösung kann Metall angreifen und Böden fleckig machen. Stellen Sie die Box kippsicher auf und außer Reichweite von Kindern und Haustieren.

Gramm pro Woche gegen Liter pro Tag

Der wichtigste Unterschied ist die Menge. Eine Granulatbox sammelt je nach Größe, Raumklima und Temperatur über Wochen meist nur einen Bruchteil eines Liters. Elektrische Kompressorgeräte für die Wohnung geben die Entfeuchtungsleistung dagegen in Litern pro Tag an. Modelle in unseren Kaufberatungen liegen nach Herstellerangabe etwa zwischen 12 und 25 Litern pro Tag, große Geräte noch darüber.

Diese Herstellerwerte gelten unter warmen, sehr feuchten Prüfbedingungen und werden im Alltag selten erreicht. Trotzdem bleibt der Abstand zur Granulatbox um ein Vielfaches. Wenn in einem Raum täglich Wasser durch Duschen, Kochen, Wäsche oder Mauerwerk in die Luft gelangt, kommt eine Box schlicht nicht hinterher.

Wo Granulat ausreicht

Granulat hat seinen Platz dort, wo wenig Luft und wenig Feuchte zusammenkommen und kein Stromanschluss vorhanden ist oder ein Gerät zu laut wäre.

  • Kleiderschrank oder Schuhschrank mit muffigem Geruch
  • Abstellkammer ohne Fenster
  • Wohnwagen, Boot oder Auto im Winterlager
  • Ferienwohnung, die wochenlang leer steht
  • Als Ergänzung neben einem Gerät in einer schwer erreichbaren Ecke

Wann nur ein elektrisches Gerät hilft

Messen Sie die Feuchte mit einem Hygrometer über einige Tage. Bleibt sie in einem Wohnraum dauerhaft über etwa 60 % rF, beschlagen Fenster regelmäßig oder riecht ein Keller muffig, reicht Granulat nicht. Dann senkt ein Kompressorgerät mit Hygrostat die Feuchte gezielt auf einen eingestellten Wert und schaltet danach ab. Welche Werte angestrebt werden, erklärt der Beitrag zur idealen Luftfeuchtigkeit.

Für kühle Räume unter etwa 15 °C kommen auch Adsorptionsgeräte in Frage, die mit einem Trockenrad arbeiten und bei niedrigen Temperaturen weniger an Leistung verlieren. Passende Geräte für feuchte Untergeschosse finden Sie unter Luftentfeuchter für den Keller, für Wohnräume unter elektrische Luftentfeuchter.

  1. 1

    Hygrometer in den Raum stellen und eine Woche lang Werte notieren

  2. 2

    Liegt der Wert meist unter 60 %, genügt Lüften und eventuell Granulat

  3. 3

    Liegt er häufig darüber, ein Gerät nach Raumgröße und Liter pro Tag wählen

  4. 4

    Hygrostat auf etwa 50 bis 55 % einstellen und Türen geschlossen halten

Kosten und Aufwand im Alltag

Granulat hat keine Stromkosten, verbraucht aber laufend Nachfüllbeutel. In einem feuchten Raum sind diese schnell aufgebraucht, und der Aufwand für Kauf und Entsorgung der Lauge steigt. Ein elektrisches Gerät kostet mehr in der Anschaffung und Strom im Betrieb, liefert dafür aber ein Vielfaches an Leistung und lässt sich über den Hygrostat so regeln, dass es nur läuft, wenn es nötig ist. Wie Sie den Verbrauch selbst ausrechnen, steht unter Luftentfeuchter Stromverbrauch.

Bei Geräten fällt Pflege an: Tank leeren oder einen Schlauch für den Dauerablauf anschließen und den Luftfilter regelmäßig reinigen. Wer den Tank nicht täglich leeren möchte, findet Modelle mit Ablauf unter Luftentfeuchter mit Schlauchanschluss.

Grenzen beider Lösungen

Weder Granulat noch ein Gerät beheben die Ursache, wenn Feuchtigkeit von außen eindringt, etwa durch eine undichte Kellerwand, einen Leitungsschaden oder aufsteigende Nässe. Dann senkt das Gerät nur die Raumluftfeuchte, während das Mauerwerk nass bleibt. Bei sichtbarem Schimmel oder Verdacht auf Bauschäden ziehen Sie eine Fachfirma oder einen Bausachverständigen hinzu. Was ein Gerät bei Schimmel leisten kann, lesen Sie unter Luftentfeuchter gegen Schimmel.

Häufige Fragen

Ist ein Raumentfeuchter mit Granulat sinnvoll? Für kleine, geschlossene Räume wie Schränke, Kammern oder Fahrzeuge im Winterlager ja. Für Keller, Bad oder Wohnräume mit dauerhaft hoher Feuchte ist die Leistung zu gering.

Gibt es Luftentfeuchter ohne Strom, die einen Keller trocken halten? Nein, nicht in nennenswertem Umfang. Ohne Ventilator und Kühlung oder Trockenrad lassen sich die Wassermengen eines feuchten Kellers nicht abführen.

Wie viele Granulatboxen brauche ich für einen Raum? Mehr Boxen binden mehr Wasser, doch auch mehrere Boxen erreichen nicht die Leistung eines Geräts. Wenn Sie über mehrere Boxen nachdenken, ist meist ein elektrisches Gerät die passendere Lösung.

Kann ich Granulat und Gerät kombinieren? Ja. Das Gerät übernimmt den Raum, die Box schützt zum Beispiel einen geschlossenen Schrank, in den kaum Luft vom Gerät gelangt.

Was Sie dafür brauchen